Mama erzähl mal

Erinnerungen an meine Kindheit in Essen-Werden

Vorweihnachtliches Werden

heckstrasse-9 Wenn ich heute die vielen weihnachtlich geschmückten Innenstädte betrachte, denke ich an die 50er Jahre zurück, damals, als wir noch in der Heckstraße wohnten.

Dort erlebte ich die innerörtliche Weihnachtsbeleuchtung ja richtig hautnah.
Und sie war für heutige Verhältnisse etwas ganz Besonderes.

Man konnte sie mit allen Sinnen wahrnehmen. Es waren ja nicht nur einfach Lichterketten, die über die Straßen gespannt wurden. Nein, es waren richtige echte Tannengirlanden.
Sie verzauberten nicht allein durch den Lichterglanz, sondern erfüllten die Luft zusätzlich mit dem schönsten Weihnachtsduft.

Diese Girlanden schmückten die Brückstraße von der Ruhrbrücke bis zum katholischen Krankenhaus, die Heckstraße bis hinter die evangelische Kirche, die Wigstraße, die Grafenstraße und den unteren Klemensborn bis hinter die Folkwangschule.

Stimmungsvoller kann eine Weihnachtsbeleuchtung nicht sein, als sie in den 50er Jahren in Werden war.

Eine der Tannengirlanden war an der Ecke unseres Hauses befestigt und ich hatte sie sofort im Blick, wenn ich aus dem Küchenfenster auf die Straße blickte. Ebenso wie den großen Tannenbaum vor der evangelischen Kirche, der ebenfalls mit einer Lichterkette geschmückt war und weihnachtliche Stimmung verbreitete.

Natürlich wäre eine solche Weihnachtsbeleuchtung schon aus ökologischer Sicht heute nicht mehr denkbar. Und auch in Werden wurde irgendwann die Beleuchtung auf einfache Lichterketten umgestellt.

Aber es ist für mich eine besonders schöne Erinnerung. Den Stadtvätern sei Dank!

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