Mama erzähl mal

Erinnerungen an meine Kindheit in Essen-Werden

Erinnerungen an den Kindergarten

klemensborn-17 Unser Kindergarten war nicht sehr weit von zu Hause entfernt, in der Haus Fuhr, im Gebäude des evangelischen Gemeindehauses. Wir Geschwister sind alle dort hin gegangen.

Die Leiterin war Schwester Marie. Sie war eine Diakonisse, also eine Ordensschwester.  Dann gab es noch eine Tante Gisela und eine weitere Kraft, deren Name mir leider entfallen ist.

Sehr viel weiß ich nicht mehr über die drei Jahre, in denen ich zum Kindergarten ging. Aber ich erinnere mich ganz deutlich an den großen Einbauschrank aus dunklem Holz. Darin wurden die Spielsachen aufbewahrt. Im oberen Teil waren die mittleren Türen verglast. Dahinter saßen die Puppen. Da gab es zum Beispiel eine sehr große Schildkrötpuppe, mit der man nur zu besonderen Gelegenheiten spielen durfte. Aber auch viele weitere Puppen in unterschiedlichen Größen saßen dort. Sie wurden oft heraus geholt, und wir durften damit spielen. Unser Lieblingsspiel war damals “Vater, Mutter, Kind”

Außerdem saßen dort auch noch einige  Steifftiere, Teddys und es gab natürlich für die Jungens auch Autos, Eisenbahn und Bausteine.

klemensborn-18 Wie man auf dem Foto von einer Bastelstunde  gut erkennen kann, trugen alle Kinder eine Schürze. Auch die Jungen! Aber als ich Kind war, trug man eigentlich immer eine Schürze, damit die Kleidung länger sauber blieb.

Der schönste Tag als Kindergartenkind war aber der Geburtstag. Am Morgen bekam das Geburtstagskind einen aus farbigem Krepppapier geflochtenen Kranz und es wurde ein Geburtstagslied gesungen. Die Mutter gab am Morgen Süssigkeiten mit, die an jedes Kind verteilt wurden und natürlich stand man den ganzen Vormittag im Mittelpunkt.

klemensborn-16

Der Geburtstag war auch damit verbunden, dass man endlich mit der großen Babypuppe spielen durfte. Man hatte nämlich einen Wunsch frei und wir Mädchen hatten fast immer den Wunsch, dass uns die schöne Puppe für einen Tag ganz allein gehört. Bei meiner kleinen Schwester war das später nicht anders, denn hier sieht man, wie  glücklich sie ihr “Kind” im Puppenwagen bemuttert.

Es waren schöne Jahre, die ich im Kindergarten verbrachte und dadurch, dass meine jüngeren Geschwister auch dorthin gingen, brach die Verbindung zu Schwester Marie und Tante Gisela nicht so schnell ab.

…..und vielleicht hilft mir jemand auf die Sprünge, und sagt mir, wie die dritte Hilfe im Kindergarten hieß?

  • Gitte sagt:

    Hallo Britta!
    Leider bin ich nicht in den Kindergarten gegangen. In unserem Haus wohnte ein katholiosches Mädel, die erzählte mir das in Kindergarten an der Forstmannstrasse die evangelischen Kinder von den Nonnen furchterlich geschlagen werden und wenn ich das erzähle bekäme ich doppelt Hiebe. Ich habe mich mit Händen und Füßen gewehrt dorthin zu gehen und das nie jemandem erzählt

  • Britta sagt:

    Also das kann ich mit Bestimmtheit sagen: In unserem Kindergarten habe ich niemals erlebt, dass jemand geschlagen wurde.
    Aber Lehrer Kniepen, Gott hab ihn seelig, der hatte da so seine Methoden, mit dem Rohrstock auf die Finger zu hauen.
    Allerdings gestehe ich ihm zu, dass die Zeiten damals so waren und ich glaube, er hat es weniger aus Spaß am Schlagen getan, sondern weil er darin eine erzieherische Maßnahme sah.

  • Gitte sagt:

    Oh ja Lehrer Kniepen mit seinen Knickerbockern, ich sehe ihn noch vor mir, Fräulein Stecher hat das auch gemacht. Danke für die Erinnerung Britta
    Liebe Grüße Gitte

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert *

*