Mama erzähl mal

Erinnerungen an meine Kindheit in Essen-Werden

Werdener Post-Historie

haus-fuhr-6

Jeder Werdener kennt wohl die Bäckerei Küppers im Klemensborn 66. So lange ich zurückdenken kann hatten sie dort ihre Bäckerei und verführerische Düfte umhüllten uns, wenn wir dort vorbei kamen.

Das Haus ist eines der wenigen, die im Klemensborn erhalten blieben und wurde von seinen  Besitzern behutsam und liebevoll restauriert.

Nichts erinnert daran, dass hier vor weit mehr als einhundert Jahren, nämlich von 1870 bis 1879 eine ganz andere wichtige Einrichtung untergebracht war.

Das Werdener Postamt

Man hatte ja beschlossen, dort, wo das einstige Postamt am Markt bisher betrieben wurde, ein schönes größes Rathaus zu bauen. So kam es, dass die Post für 9 Jahre hierher umzog.

haus-fuhr-4 Doch im Jahre 1879 konnte man dann endlich wieder in ein eigenes Postgebäude umziehen.In das “Kaiserliche Postamt” im Wesselswerth. Es war ein großes und imposantes Gebäude, die typische Bauweise dieser Zeit.

Auch von hier fuhren die Postkutschen in die Nachbarorte und beförderten Briefe, Pakete und Reisende.

Dieses alte Bild vom Werdener, Verzeihung, vom  “Kaiserlichen Postamt” zeigt gleichzeitig den Aufbruch in die Neuzeit, wie auch einen Abschied.

Der Abschied von der “guten, alten Postkutschenzeit”

Wir sehen hier, wie die vielen Mitarbeiter der Poststation die letzte Pferdepostkutsche nach Velbert verabschieden. Für viele wird es ein sehr schwerer Abschied geworden sein, denn nicht jeder mochte sich den modernen Fortbewegungsmitteln anvertrauen.

Aber es ist eine von Veränderungen geprägte Zeit. Im Turm des “Kaiserlichen Postamtes” befand sich nämlich die erste Telefonvermittlung Werdens.

Das Fräulein vom Amt hat vielleicht zu Beginn nicht sehr viel Arbeit gehabt, weil solch Teufelskram ja zunächst sehr mißtrauisch beäugt wurde.

Natürlich gehörte die Familie Krupp auf der Villa Hügel zu den Ersten, die sich diese wichtige Entwicklung  zu Nutze machten.

zurück zu “Früher Poststation, heute Rathaus”

Weiter zu “Das Postamt in der Hufergasse”

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert *

*